#14 Kurztrip nach Kapstadt

Vor den Osterferien hatten Jonna (eine DRK Freiwillige) und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir spontan eine Woche nach Kapstadt fahren wollen. Also den Intercape (sind ja nur um die 26 Stunden Fahrtzeit :D), ein Backpackers für die ersten beiden Tage in Muizenberg und einen Couchsurfingplatz organisiert und schon ging es knapp zwei Wochen später los. Da ich die Woche vorher mit einer Mittelohrentzündung flach lag, war die Busfahrt, deren Temperaturen zwischen Sahara und Antarktis schwankte und 3 Stunden an der Grenze nachts um 3 einschlossen, zwar nicht so der Spaß, doch als wir im kleinen Surferstädtchen Muizenberg angekommen waren, hatte es sich definitiv gelohnt! Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit Sonnenaufgängen, langen Strandspaziergängen, Surf- und Gitarresessions, Haialarm (immerhin gibt es Sharkspotter da 😉) und ganz vielen netten Leuten im Stoked Backpackers. Definitiv eine Empfehlung wert!

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Dann ging es für uns in die Stadt, wo wir am Anfang schlichtweg überfordert waren. So viele Menschen und Autos hatten wir in Namibia gefühlt in einem Monat nicht gesehen. Aber nach der ersten Nacht auf dem echt bequemen Sofa und einem leckeren Frühstück auf dem tollen Balkon unseres Gastgebers waren wir dann auch gewidmet uns auf Kapstadt einzulassen. Und es hat sich gelohnt! Nach einem morgendlichen Bummel durch das Stadtzentrum, ging es nachmittags für uns schon mit einem Deutschen und einem italienischen Lifeguard aus Venedig den Tafelberg hinauf. Wir hatten uns für die India Venster Route entschieden, die zwar etwas länger, aber definitiv schöner ist und mehr Spaß macht! Dennoch war ich dankbar, dass Jakob dabei war, der die Route schon kannte und so uns bei den Kletterteilen zur Seite stand 😉 Ich hätte Jonna wahrscheinlich nicht dazu überredet bekommen, dass sie trotz Höhenangst mitkommt. Doch oben angekommen hat es sich definitiv gelohnt und ich würde es jeder Zeit wieder machen! Hochfahren kann jeder und dann ist der Ausblick gefühlt auch nur halb so gut… Runter ging es für uns dann die „normale“ Route auch wenn wir uns etwas beeilen mussten, weil es schon langsam dunkel wurde. Die Laune wurde immer mal wieder durch den lustigen Akzent von Francesco, flache Wortwitze und die schlechten Gesänge von Jonna und mir gehoben. Dennoch waren wir froh als wir den Abend mit einer Gitarrensession ausklingen und von uns behaupten konnten, dass wir es ohne allzu großen Muskelkater hoch und auch wieder runtergeschafft haben.

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Den Weg sind wir ja zum Glück nur hoch 😀

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Warum auch kein Stacheldrahtzaun als Geländer bei einem rutschigen Weg?

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Am nächsten Tag ging es mit einem der typischen roten Touribussen quer durch die Stadt. Auf der Suche nach einem gebrauchten Surfboard, kleinen Lädchen und schönen Caffes. Mit Abstechern beim jüdischen Museum mit einer Teilausstellung über Apartheid (Ein Besuch wert!), dem Greenmarket Square (Wo man eigentlich das Gleiche wie auf Märkten in Namibia kriegt…), der Waterfront, Camps Bay (Wunderschöne Traumstrände und tolle Caffes!) und vielen weiteren Kleinigkeiten versuchten wir unseren Tag so gut wie möglich zu nutzen… Denn abends ging es dann den Lions Head hoch. Die nur circa 40 minütige Wanderung war nach den 4 Stunden am Tag bevor (wir haben uns auch echt Zeit gelassen…) für uns ein Klacks und die Route echt toll. Auch wenn Jonna von den Klettereien auf den Leitern und dem Metall in den Steinen nicht so überzeugt war… Doch oben war alles vergessen und der wunderschöne Sonnenuntergang über Camps Bay und der Blick auf die Stadt, die langsam anfängt zu leuchten, genossen. Bis wir dann wieder herunter mussten. Aber mit dem Save the Rhino Song (Definitiv ein Lausch wert! Hat nämlich Jonna aus Liebe zu den dicken grauen Einhörnern geschrieben und sollte unterstützt werden!) und sämtlichen anderen schlechten deutschen Schlagern ist alles möglich. Bis zu dem peinlichen Moment als ein deutscher Pilot hinter uns war, der alles verstanden hat was wir gesungen haben 😀 Vom Donnerbalken, über das rote Pferd hinzu Orange trägt nur die Müllabfuhr, war wirklich alles dabei, was uns so in den Sinn kam um Jonna ihre Höhenangst vergessen zu lassen.

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Das erste Mal wieder richtig hohe Bäume und einfach grün!

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Touristenattraktion schlechthin, aber dennoch wunderschön!

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Der Blick auf die Strände an denen wir unseren Nachmittag verbracht hatten…

Den letzten Tag nutzten wir dann um mit dem Zug (kann man schon machen, ist nicht so sicher, aber man hat danach definitiv eine Geschichte zu erzählen) nach Simon´s Town zu den Pinguinen zu fahren. Meine ersten Pinguine in freier Natur (bis auf dem toten den ich in Swakop gefunden hab :D)… Auch wenn das Bild von Pinguinen am Strand nicht dem Bild in meinem Kopf entsprach, weil sie für mich immer nur an den Südpol gehört haben.

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Der beste Tipp um den Touristenmassen und vorallem den Eintrittspreisen zu entkommen.

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Auf dem Rückweg erfüllte ich mir dann den Wunsch nach einem eigenen kurzen Surfboard, was ich auch mit nach Hause nehmen konnte. Lange gesucht in vielen Surfshops und dann schließlich auch ein schönes gebrauchtes gefunden! Also waren alle To-Do´s abgehakt und wir konnten uns entspannt dem letzten Abend widmen. Denn durch Zufall war ein Freund aus der Schule genau an dem Tag in Kapstadt gelandet um dann in den nächsten Tagen nach Pretoria weiterzufliegen. Auch wenn es komisch aber echt total schön war nach neun Monaten einen Freund aus Deutschland wiederzusehen, wurde dadurch die Ankunft meiner Eltern am nächsten Tag in Windhoek immer realer…

-Fortsetzung folgt-

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