#12 Meine persönliche Challenge: Sandman Triathlon 2017

Ich habe Anfang Dezember an dem Sandman Triathlon in Swakop teilgenommen, aber wie kam es überhaupt dazu?

 

Für alle die kein Interesse an einem zu ausführlichen Beitrag über einen kleinen Triathlon haben: Überspringt dein Beitrag einfach 😀 Wurde leider einfach so lang…

 

Über unsere Namibiaverantwortliche Ulla haben wir von dem Triathlon erfahren und ich habe den Kontakt bekommen um uns als Helfer anzubieten. Aber da wir nun mal Freiwillige von einem Sportverein sind, konnten wir es nicht einfach auf uns sitzen lassen gar nicht mitzumachen. Also haben wir uns 2 bessere Fahrräder als unsere Rostlauben (für die ich aber doch echt dankbar bin, weil Swakop zu Fuß echt groß ist!) organisiert und haben 2 Teams zusammengestellt, die jeweils beim Sprint Event (400m schwimmen, 20km radfahren und 4km laufen) mitmachen wollten. Die anderen Freiwilligen waren dann zum Anfeuern und Helfen dabei. Da ich die Wochen zuvor schon mit Kristina im Fitnessstudio bei ihrer Spinningklasse (Radfahren auf der Stelle 😀 echt ne schwitzige Angelegenheit) mitgemacht habe war klar: es muss das Radfahren sein… Aber 20 Kilometer sind dann doch keine so lange Distanz. Also meinte Kristina: „Wo ist da die Challenge? Du machst den Sprint einfach alleine!“ Und nachdem ich dann auch noch Ullas altes Rennrad angeboten bekommen habe (was echt geil ist!), konnte ich einfach nicht mehr nein sagen. Auch wenn ich echt Respekt hatte, hieß es: Challenge accepted!

Dann war aber klar, die verbleibenden 3 Wochen müssen zumindest gut fürs Training genutzt werden auch wenn es eigentlich schon zu spät war 😉 Mein Ziel war in dem Moment einfach durchkommen und vorallem die Laufstrecke durchjoggen (ich bin echt nicht so der begnadete Läufer^^ und kommt jetzt nicht mit dem lange Beine Argument an…). Kristina hat mit den Kinder von der Privatschule Swakopmund (PSS) eine Triathlontrainingsgruppe mit denen ich mittrainieren durfte. Danke noch mal! Für uns ging es ins Meer bei der Mole etwas geschützt schwimmen um sich an die anderen Umstände zu gewöhnen. Die 15°C Wassertemperatur war ich zum Glück vom Surfen gewöhnt, weswegen ich auch ohne Neopren und nur mit meiner kurzen Radhose und Secondskin ins Wasser bin. Klappte erstaunlich gut! Bei einem Training ist, als Kristina aus dem Wasser ist, gerade eine Robe näher ans Ufer gekommen und hat ihr sehnsüchtig hinterher geschaut. Einfach nur toll!

Auch das Radfahren und das Laufen lief gut, außer dass mir eine Speiche von dem Rennrad gebrochen ist, weil es zu lange ungenutzt stand und ich es dann erst einmal in die Werkstatt bringen durfte. Aus den versprochenen 3 Tagen wurden dann 5. Aber gut, als ich es brauchte war es schließlich fertig. Danke noch mal an Ulla, dass sie uns in der Wüste neben den „fake“Salzfeldern von Swakop (die echten sind wohl in Walvis Bay) abgeholt hast! Laufen hätte doch recht lange gedauert.

Aber was das Laufen gehen betrifft haben wir echt reizende Gegenden. Normalerweise ging es für mich am Strand entlang, von uns Zuhause einmal zur Jetty und zurück (mit einem kleinen Kreis genau 4 km 😉 ) oder in die Dünen und zurück, was ich tatsächlich heute das erste Mal gemacht habe. Einfach das Beste um einmal runterzukommen und einen schönen Sundowner zu genießen. Und das anschließende Runterrennen von den Dünen vertreibt auch die letzten schlechten Gedanken. Für alle die sich jetzt fragen: „Ist das eigentlich gefährlich alleine als Frau joggen zu gehen?“ Meiner Meinung nach Nein. Man sollte nicht mit Handy in der Hand oder Kopfhörern in den Ohren joggen, weil man ihnen sonst anpreist, was sie alles ausrauben könnten. Und das Handy kommt für die Zeit seitlich in den BH rein. Manche von den Jungs sind echt schon eifersüchtig auf unser geheimes Versteck. Ach und wenn man nachts joggen geht, provoziert man es in gewisser Weise auch echt selbst…

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Aber nun zum Wettkampfwochenende: Freitagnachmittag kam Nadine (eine Freundin von Kristina) aus Südafrika an um bei einer Staffel den Ultra Triathlon mitzumachen. Der ganze Ultra war es nur nicht, weil das nicht in ihre Trainingsvorbereitung auf einen wichtigen nächstes Jahr passt. Natürlich 😉 Dann gab es noch eine kleine Fahrrad- und Laufsession, aber eigentlich nur um die Nerven zu beruhigen. Und da wir das Schwimmen ja auch nicht vernachlässigten wollten haben wir das Samstagmorgen um 9 Uhr gemacht. Meine Mitbewohner haben mittlerweile glaube ich einfach akzeptiert, dass ich so bin und fragen gar nicht mehr nach^^ Allerdings habe ich vorher noch die Freiwilligen aus Windhoek zum OTB Shop (Organisator vom Ganzen) gebracht, weil sie dort bei der Registration geholfen haben.

Nach dem Schwimmen ging es für mich zu einem kleinen internen Hochsprung Wettkampf der Swakop Striders (der Leichtathletikverein bei dem ich Training gebe), da Chrislene (eine von meinen Dome Athletes) gerne nochmal neue Fotos haben wollte. Sie hat eine gute Höhe von 1.55m trotz nassen Bedingungen und End of the Year Season abgeliefert! Ihr Personal best liegt bei 1.68m (Sie ist damals in der Alterskategorie unter 15 über ihre eigene Körpergröße gesprungen!). Die anderen Dome Athletes sind der festen Überzeugung, dass sie doch garantiert keine Knochen hat 😀 René (ein potentieller Dome Athlete, auch U15) konnte sogar seine persönliche Bestleistung um 3 Zentimeter auf 1.75m heben. Aber wie er mir erklärt hat, reicht das noch nicht, weil er für die U17 im nächsten Jahr mindestens 1.90m springen müsste um eine Chance zu haben. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber das Ziel hat er schon fest im Blick. Und mit Hennie Horn, ein Trainer nur für Hochsprungtraining zweimal die Woche, hat er auch gute Trainingsbedingungen dafür.

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Danach ging es für mich wieder zurück zum OTB Laden um mich selbst zu registrieren und den anderen noch etwas Gesellschaft zu leisten. Und da ich mit dem Rad nun schon viel in Swakop unterwegs war, konnte ich sogar die geänderte Bikeroute erklären 🙂 Es war auch echt nett, weil nach und nach alle Trainingskinder angekommen sind und Hallo gesagt haben. Da habe ich mal wieder gemerkt, wie viele ich in Swakop doch schon kennengelernt habe für diese „kurze“ Zeit.

Am Nachmittag haben wir noch die organisierten Räder von Ulla für die zwei Freiwilligenteams abgeholt und ich habe am Abend ordentlich Nudeln gegessen um der traditionellen Pastaparty gerecht zu werden. Auch wenn man das beim Sprint nicht wirklich braucht 😉

Sonntagmorgen ging es für mich dann früh aus dem Bett, da ich gerne Nadine schwimmen sehen wollten und der Ultra um 7 Uhr gestartet hat. Aber das Aufstehen hat sich definitiv gelohnt, da als die Schwimmer ins Wasser sind sie von Delfinen begrüßt wurden. Einfach wunderschön und ich wusste: Der Tag muss einfach gut werden! Auch war die Atmosphäre mit den ganzen Sportlern, die mit ihrem Kram rumgewuselt sind, einfach cool. Als ich meine Laufsachen und mein Rennrad an meinen Platz in der Transitionarea gestellt habe, konnte ich mir ganz entspannt den Start vom Standard anschauen und mich um die Dome Athletes kümmern, die ein Team gesponsert bekommen haben (Und meine angefragten Tshirts zu Martketingzwecken habe ich schließlich auch noch gekriegt 😉 ). Und dann ging es doch schneller als gedacht. Plötzlich hieß es der Start vom Sprint ist in 5 Minuten und ich fand mich in einer Reihe mit vielen Sportlern an der Wasserlinie wieder. Als der Startschuss ertönte, hieß es einfach nur möglichst einen Platz zu finden wo man wenige Füße und Arme ins Gesicht kriegt. Hat so bedingt geklappt 😀 Aber die verloren Plätze konnte ich auf der Radroute wieder wett machen. Und die 2 Radfahrer von den ASC Teams hatte ich nach der Hälfte auch wieder eingeholt. Das Training hat sich meiner Meinung nach besonders hier ausgezahlt, da ich wusste, dass die Gegenwindstrecke kommen würde und nicht wie eine ASC´lerin dann das Gefühl hatte als würde ich gegen eine Wand fahren und einfach nicht vorankomme. Und schließlich auch die Laufstrecke lief einfach gut 😉 Mit Blick auf das Meer ging es dann nur 3 Kilometer (ich war so froh als ich gehört hatte, dass sie die Strecke gekürzt haben :D) ins Ziel. Die Beine wurden zwar immer schwerer und ich konnte das Tempo von Lasse nicht mithalten, aber ich bin durchgejoggt und war überglücklich im Ziel! Und Jonna und Luisa aus dem #Teampaula haben schon mit Wassermelone auf mich gewartet. Einfach danke und gerne wieder. Und was mich persönlich sehr stolz gemacht hat, war dass ich allein schneller als das eine ASC Mädels Team war. Aber wie sie betonen sind sie ja auch untrainiert rein gegangen 😉 Danach ging es mit der ganzen Truppe zu Ulla was snacken (wie man das hier so sagt^^).

Abends bin ich dann mit Kristina und Nadine zur Siegerehrung im Tiger Reef gegangen um zu sehen, wie sich die Trainingskinder so schlagen. Und der Knüller kam dann als wir zu meiner Altersklasse kamen, war dass ich sogar gewonnen habe… Ich bin nur lachen kopfschüttelnd nach vorne gegangen. Das Schöne war, dass ich mit der Zweitplatzierten sogar noch ein gutes Stück gemeinsam gejoggt bin. Da ich einen 500 Namdollar Gutschein von OTB gewonnen habe, konnte ich sogar noch Profit machen (Startgebühr war 200 Namdollar) 😉

Und auch die Staffel von den Dome Athletes haben einen super Job abgeliefert und haben in ihrer Altersklasse im Sprintevent klar dominiert. Nächstes Mal vielleicht doch die Standarddistanz 😀

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Tschuldigung, dass der Beitrag so lange geworden ist, aber das war einfach ein schönes Event! Und ich nehme mir fest vor nochmal nen Triathlon zu machen. Vielleicht ja sogar den Standard…

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