#6 Eigentlich ist diese Woche nicht so viel passiert

Zumindest dachte ich das, bis ich angefangen habe zu schreiben… Und dann fällt mir auf, es war doch einiges los.

Da ich erst ab morgen in die Schule gehen werde um dort Physical Education (mit Sportunterricht gleichzusetzen) zu unterstützen, bin ich letzte Woche mit einer anderen Freiwilligen in ihr Projekt gegangen. Sie arbeitet vormittags in einer Schule für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche namens CHAIN (Children with Handicaps Action). Die Schule liegt in Tamariska kurz vor dem Township. Da die Unterstützung für behinderte Kinder in Namibia sehr gering ist, ist Chain ein spendenbasiertes Projekt. Für alle die sich gerne weiter darüber informieren wollen, können mal hier www.chain.org.na schauen. Ich habe mich in dem Projekt unheimlich wohl gefühlt und wurde total herzlich empfangen. Die Arbeit mit den Kindern, die aus Dingen wie Füttern, beim Malen helfen, Spielen und Sport machen bestand, hat mir viel Spaß gemacht. Man spürt wirklich wie viel Arbeit und Liebe in dieses Projekt gesteckt wird. Zum Abschluss durfte ich mir noch das neue Gebäude anschauen, was gerade im Bau ist. Ich freue mich schon darauf in einigen Monaten wieder dort hinzugehen und mir den Fortschritt anzuschauen.

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Der eine Betreuer erklärt gerade die Uhr.

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Nach der Arbeit sind wir dann noch im Township Kapana (Fleisch auf dem offenen Feuer gegrillt) mit kleinen fettigen Teigkugeln und einem superleckerem Tomaten-Zwiebel-Salat essen gegangen. Auch wenn mancher vielleicht Angst vor fehlenden Hygienestandards kriegen könnte (ich nicht^^), ist es wirklich super lecker! Vorallem mit dem Kapana Gewürz sollte man es unbedingt mal gegessen haben.

Das Dome Athlete Program hat mittlerweile seinen normalen Lauf genommen und im Schwimmtraining zeigen sich schon Fortschritte. Dadurch dass sie alle Sportler sind, sie keine Angst vor dem Wasser haben und motiviert sind zu lernen, machen sie wirklich schnell Fortschritte. Die Arbeit bereitet mir wirklich viel Spaß!

Ein weiteres Highlight dieser Woche war es, dass ich mehrere Delfine in der Bucht vor Swakopmund gesehen habe! Es war zwar echt nebelig und sie waren nicht lange da, aber es waren meine ersten Delfine! Und eigentlich sieht man sie nicht so häufig in Swakop. Seht ihr den kleinen schwarzen Punkt auf dem Foto? Das war die Flosse. Ja, ich weiß die Qualität ist miserabel, aber es war mein erster Delfin! Das zählt…

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Bemerkenswert an dieser Woche ist außerdem, dass es schon zweimal geregnet hat. Ich habe zwar beide Male verschlafen und nur noch die nassen Straßen gesehen, aber bei einem vorausgesagten Regentag im Monat ist es dann schon ein Gesprächsthema.

Bei dem Mädchenfussballtunier am Samstag bei dem Marias und Nicks Mannschaft mitgespielt haben, durften wir die „African Time“ kennenlernen. Offizieller Start war für 8 Uhr angesetzt. Tatsächlich hat es dann circa 2.5 Stunden später begonnen. Auch ist mir dieses Wochenende das erste Mal „now“ und „now now“ begegnet. Now kann alles zwischen 10 Minuten und einer Stunde oder auch länger bedeuten. Man weiß das nie so genau. Bei now now kann man sich zumindest meistens sicher sein, dass es wirklich bald losgeht.

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Samstagnachmittag war ich dann wieder am Strand joggen und habe die frühlingshaften Temperaturen schon im T-Shirt genießen können!

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Danach waren wir noch auf einem Geburtstag und sind abends nach Walvis Bay zu den anderen ASC Freiwilligen gefahren. Für die etwas über 30 Kilometer Taxi fahren in 2 verschiedenen Taxen, haben wir unter 3 € pro Person gezahlt! Der Schnapp des Tages^^

In Walvis Bay ging es dann Sonntag an die Lagune um die Flamingos zu sehen. Definitiv mal ein Ausflug wert! Im Sonnenuntergang wäre es noch schöner, aber wir kommen ja wieder…

Danach sind wir dann zurück nach Swakop getrampt und hatten eine interessante politische Diskussion mit dem Fahrer, der eigentlich nur auf der Hälfte der Strecke fischen wollte, uns dann aber ganz gefahren hat. Das war wohl unser Anfängerglück…

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Die Straße führt durch die Wüste mit Blick auf das Meer. Wunderschön.

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Außerdem habe ich dieses Wochenende Maisbrei für mich entdeckt! Einfach Maismehl mit Wasser aufkochen und ordentlichen würzen.

Ich bin sehr gespannt was diese Woche die Schule so mit sich bringt…

Bis dahin liebe Grüße aus dem sonnigen Swakop

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3 Gedanken zu “#6 Eigentlich ist diese Woche nicht so viel passiert

  1. Hallo Paula,
    du hast ja wieder eine Menge erlebt – schön, dass du uns daran teilhaben lässt. Mit Maisbrei bekommst du mich allerdings nicht hinter dem Ofen vor (den man heute hier übrigens anmachen könnte, so ungemütlich ist es) Dann schon eher das Kapanagewürz. Bring` was mit – ich bin neugierig 🙂
    Ich wünsche dir eine schöne Restwoche – bis bald Cat

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  2. Welche Kamera benutzt du?!
    Erst jetzt wo du bei den Delfinen die Qualität ansprichst fällt mir auf, dass man bei den Küstenbildern ja sogar noch zoomen kann O.o
    Scheint mir fast als müsste ich die auch kaufen :s

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